* «Business Class Ost» lud diese Woche zur ersten «CEO Tour» durch die Ostschweiz. * Vier Ostschweizer CEOs gewährten ungeschönte Einblicke in ihren Führungsalltag – mit Klartext und Selbstkritik. * Das Fazit der 25 Teilnehmenden: Diese praxisnahe Exkursion auf C-Level muss wiederholt werden.
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Bei bestem Wetter traf sich am Morgen des 27. Mai eine Gruppe von 25 Führungskräften am Flugplatz Altenrhein-St.Gallen. Von dort ging es gemeinsam im Car zu vier Ostschweizer Unternehmen – mit dem Ziel, sich vor Ort mit den jeweiligen CEOs auszutauschen.
Erste Station war die Ernst Fischer AG in Romanshorn. CEO Diana Gutjahr – verheiratet, Mutter eines kleinen Sohns und SVP-Nationalrätin des Kantons Thurgau – stellte gemeinsam mit ihrem Mann das Metallbauunternehmen vor und sprach offen über das Spannungsfeld zwischen Familie, Unternehmensführung und politischem Engagement. «Wenn man ein Unternehmen führt, dann weiss man, wie Gesetze ausgestaltet werden müssen, damit sie nicht an der Realität vorbeizielen oder unnötige Hürden schaffen», so Diana Gutjahr. Nach einer angeregten Frage- und Antwortrunde folgte eine kurze Betriebsführung.
Weiter ging es hoch hinauf zu den Säntisbahnen auf die Schwägalp. CEO Jakob Gülünay zeigte auf, wie das Unternehmen den mehrmonatigen Betriebsunterbruch der Bahn – Träger, Zugseile und Kabinen werden komplett erneuert – mit kreativen Eventformaten und guter Kommunikation gegenüber den Mitarbeitenden bewältigt. So hat er auch jüngere Kolleginnen und Kollegen ganz direkt ins Projekt involviert und ihnen Verantwortung übertragen, was diese mit hohem Engagement zurückzahlen. Beim anschliessenden Stehlunch auf der Terrasse wurde rege diskutiert, und der Blick auf den Berg bot die perfekte Kulisse dazu. «Es ist eben schon etwas anderes, einen Geschäftsführer vor Ort zu besuchen, als ihn einfach auf einer Bühne reden zu hören», resümierte einer der Gäste.
In der Stadt St.Gallen empfing die Transformationsberatung CSP die Reisegruppe. CEO Michèle Mégroz beschrieb den Weg des eigenen Unternehmens zur Selbstorganisation – eine Führungsform, die nichts mit Anarchie zu tun hat, sondern im Gegenteil umsichtige Führungsarbeit, aber auch Vertrauen verlangt und den Mitarbeitenden viel Raum für Eigenverantwortung lässt. Die CSP weiss, wovon sie spricht, wenn sie ihre Kundschaft berät: Sie hat diesen Wandel selbst durchlaufen. Die zahlreichen Fragen aus der Gruppe zeugten vom grossen Interesse an dieser Form der Transformation.
Zurück in Altenrhein, stellte CEO Thomas Krutzler die People’s Holding vor und fand klare Worte zur politischen Bedrohung, die über die Zukunft des Flugplatzes im Vierländereck entscheiden könnte: Ausgerechnet zum 100-Jahr-Jubiläum gefährden Sparmassnahmen des Bundes bei der Flugsicherung die Existenz dieser für die Ostschweiz wichtigen Flugdestination. Auch dank dem Support aus Ostschweizer Politik und Wirtschaft hat der Ständerat die Kürzungspläne inzwischen abgelehnt.
Beim abschliessenden Apéro nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – im Laufe des Tages zu einer harmonischen Gruppe zusammengewachsen – die Gelegenheit, Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen. Das Fazit war einhellig: Diese Form der praxisnahen Exkursion auf C-Level muss unbedingt wiederholt werden.
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* Die Welt will nicht zur Ruhe kommen. Statt Worten fallen Bomben, das Völkerrecht wird kaum noch bemüht. * Das unverändert wichtigste Anliegen der Vorlesungsreihe mit Prof. em. Dr. Christoph Frei, Titularprofessor für Politikwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Internationalen Beziehungen, besteht darin, durch die analytische Bearbeitung konkreter Brennpunkte vertraut zu machen. * Die Vorlesungsreihe findet vom 12. November bis 17. Dezember von 18.15 bis 19:45 Uhr im Audimax der HSG statt.

* Das Bürsten- und Reinigungs-Unternehmen Ebnat in Ebnat-Kappel produziert aus Recycling-Granulat hochwertige Bürsten. * Das Rohmaterial sind gebrauchte Gastronomie-Eimer; Initiant ist die Innoway GmbH in Eschlikon. * Am Greenovation Summit gewannen die beiden Unternehmen einen Award; am Donnerstagnachmittag, 19. November, präsentieren sie diese Innovation der Kreislaufwirtschaft in Ebnat-Kappel.

* Am 15. April 2027 soll im Kornhaus am Hafen in Romanshorn die erste Innovations- und Projektbörse Bodensee stattfinden. * Das Format will Unternehmen, Gemeinden, Vereine und Bildungseinrichtungen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein für gemeinsame Vorhaben zusammenbringen. * Die Organisatoren rechnen mit 80 bis 150 Teilnehmenden und 20 bis 30 Projekten und Initiativen.