* Wie gross ist die wirtschaftliche Bedeutung der Rhema für das Rheintal? * Eine exakte Zahl lässt sich nicht eruieren, denn es gibt viele Faktoren. * Rhema-Messeleiter Michael Dietrich hat eine Überschlagsrechnung angestellt.

Eine konkrete Zahl zur wirtschaftlichen Bedeutung zu nennen ist vermutlich nicht möglich oder wäre nicht seriös. Denn es gibt keine expliziten Erhebungen, Hochrechnungen oder Studien. Für Michael Dietrich, Messeleiter der Rhema, sind die langjährigen Partnerschaften und Ausstellenden allerdings ein klares Indiz dafür, dass die Messe für zahlreiche Unternehmen auf jeden Fall ein wichtiger Wirtschaftsmotor ist. «Wir dürfen sogar davon ausgehen, dass die Rhema wohl die Veranstaltung im Rheintal ist, die wirtschaftlich betrachtet für das Rheintal die breiteste Bedeutung hat. Einerseits direkt vor und während der Messe, andererseits nachgelagert dank Aufträgen.»
Die Rhema als Rekrutierungs-Keimzelle
Deshalb sei die Rhema auch weit mehr als eine Regionalmesse mit Unterhaltung, Begegnungen und Festbetrieb. Sie sei Schaufenster, Treffpunkt und Impulsgeber zugleich. Gerade in einer Region mit starker Industrie und innovativem Gewerbe erfülle die Messe eine Rolle, die sich nicht allein an den Eintrittszahlen – jährlich 40’000 bis 45’000 Personen – messen lasse.
Eine genaue Bemessung ist auch deshalb schwierig, weil sehr viele wirtschaftliche Faktoren zusammenkommen: die Umsätze der Aussteller, die Aufträge im Anschluss an die Messe, die Übernachtungen in Hotels und die Gastronomie, die Einkäufe im Detailhandel, die Transport-Dienstleistungen und natürlich auch die Arbeiten zahlreicher regionaler Zulieferer rund um die Veranstaltung. Vieles davon wird schlicht nicht zentral erfasst.
Ein Rechenbeispiel
Dennoch lässt sich die Dimension mit einzelnen Beispielen gut veranschaulichen. Michael Dietrich hat für «Business Class Ost» ein paar rechnerische Überlegungen angestellt: Nimmt man an, dass jede Besucherin und jeder Besucher während des Messebesuchs durchschnittlich 50 Franken für Eintritt, Verpflegung, Getränke und weitere Konsumausgaben vor Ort ausgibt, ergibt sich bereits ein beachtlicher Betrag von über 2,2 Millionen Franken an Umsatz direkt vor Ort durch den direkten Konsum auf dem Gelände.
Hinzu kämen, so Dietrich, die oben erwähnten Ausgaben für Verpflegung, Übernachtung und Transport in Altstätten und der näheren Umgebung während der sechs Rhema-Tage. «Altstätten wird während mehreren Tagen zum sichtbaren Zentrum des Rheintals», freut sich Aurelia Koller, Kommunikationsbeauftragte der Stadt Altstätten, wie sie auf Anfrage erklärt. Die Allmend werde durch die Rhema als regionaler Begegnungs- und Veranstaltungsort gestärkt. Die Messe, sagt sie, bringe Frequenz, Aufmerksamkeit – und nicht zuletzt auch mediale Präsenz in die Stadt.
Für zahlreiche Unternehmen, ergänzt Dietrich, entstünden Aufträge im Bereich Standbau, Technik, Sicherheit, Reinigung, Werbung und Logistik. Dietrich: «Allein die Veranstalterin, die Rheintal Messe und Event AG, gibt für den Infrastrukturaufbau weit mehr als eine Million Franken pro Jahr aus.»
Plattform für die regionale Wirtschaft
Mindestens ebenso wichtig sei die Messe als Plattform für die regionale Wirtschaft, so Dietrich. Für viele KMU aus dem Rheintal biete die Rhema die Gelegenheit, Produkte zu präsentieren, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen und bestehende Kontakte zu pflegen. Gespräche am Stand, spontane Begegnungen oder neue Geschäftsideen liessen sich digital nur schwer ersetzen. «Nicht selten entstehen aus wenigen Messetagen Kontakte, die später zu konkreten Aufträgen führen.»
Auch als Arbeitgeberplattform ist die Rhema von Bedeutung. Dietrich: «Unternehmen zeigen Präsenz, sprechen junge Menschen an und stärken ihre Sichtbarkeit im Wettbewerb um Fachkräfte. Gerade in wirtschaftlich starken Regionen ist das ein wichtiger Faktor.»
Stichwort Fachkräfte: Diesen Aspekt betont auch Sabina Saggioro, Geschäftsleiterin der Standortmarketing-Organisation Rheintal.com. An der Rhema, so Saggioro, würden sich immer wieder Fachkräfte an den Unternehmens-Ständen informieren, kämen mit den potenziellen Arbeitgeberinnen ins Gespräch. Schon das eine oder andere Mal habe sie miterlebt, dass aus einem Treffen an der Rhema am Ende eine Anstellung erfolgte. Und damit, sagt sie, gehe die Bedeutung der Rhema für die Unternehmen klar über die Region Rheintal hinaus, und das auch nicht nur innerhalb der Ostschweiz.
Das Fazit des Messeleiters: «Die Rhema zahlt auch auf das Image des Rheintals ein. Sie zeigt eine dynamische, vernetzte und selbstbewusste Region, in der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammenkommen.» Wer die Rhema nur als Messe oder Begegnungsort betrachtet, so Dietrich, unterschätze deren Bedeutung als Wirtschaftsmotor und die Ausstrahlung zu Gunsten des Standortmarketings.

* Die Hypo Vorarlberg in St.Gallen konnte ihr Geschäftsvolumen 2025 zum vierten Mal in Folge zweistellig steigern. * So stiegen die Kundenausleihungen um 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken und das betreute Kundenvolumen um 11 Prozent auf 500 Millionen Franken. * Der Gewinn vor Steuern liegt mit soliden 5,7 Millionen Franken rund eine halbe Million unter dem Vorjahreswert.

* An den Kanton liefert die Thurgauer KB aus dem Gewinn rund 67 Millionwn Franken ab. * Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 wurde um 20 Rappen auf 3,60 Franken pro Partizipationsschein erhöht. * Verabschiedet hat das Parlament zudem die Eigentümerstrategie 2026 bis 2030.

* Die Fachstelle für Datenschutz des Kantons St.Gallen hat sich 2025 mit unterschiedlichsten Themen aus der Verwaltung befasst. * Dazu gehörten die Archivierung im Schulverwaltungssystem, die kantonale Publikationsplattform oder das Videoüberwachungsreglement. * Im Bereich der Digitalisierung sollen die Ostschweizer Kantone zusammenarbeiten.