Innovation ist im Kanton St.Gallen kein Schlagwort, sondern eine wirtschaftliche Erfolgsstrategie. Mit dem neuen «Inno-Netzwerk St.Gallen» macht der Kanton einen entscheidenden Schritt vorwärts: KMU sollen reale Herausforderungen im Verbund effizienter meistern können. Drei Pionier-Unternehmen sind bereits an Bord. Jetzt werden weitere Netzwerkpartner gesucht.

St.Gallen positioniert sich historisch und aktuell als einer der führenden Hochtechnologiestandorte Europas. Doch während Grosskonzerne oft über eigene Forschungsabteilungen verfügen, stehen KMU vor vielen Hürden. Dazu zählen knappe Ressourcen, mangelnde Vernetzung und die politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen.
Der Kanton St.Gallen ist sich seiner Verantwortung bewusst. Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner betonte bereits mehrfach: «Innovation beginnt bei den Rahmenbedingungen.» Der Kanton arbeitet intensiv daran, die Standortattraktivität zu erhöhen und die Hürden für KMU zu senken. Die St.Galler Regierung arbeitet in ihrer aktuellen Schwerpunktplanung deshalb daran, die Innovationskraft im Kanton zu stärken. Damit will er neue, starke Impulse setzen und Wege ebnen, wie KMU niederschwellig und praxisnah voneinander lernen und gemeinsam innovieren können – weil Innovation dort entsteht, wo Wissen geteilt wird. Das Pilotprojekt «Inno-Netzwerk St.Gallen» – eine Massnahme aus dieser Strategie – setzt hier an. Anstatt dass jedes Unternehmen das Rad neu erfindet, wird in moderierten Gruppen gemeinsam an Lösungen gearbeitet.
Wissenschaft, Politik und KMU an einem Innovations-Tisch

«Im Austausch mit anderen KMU entstehen bessere Fragen, mutigere Ideen und tragfähigere Lösungen», sagt Thomas Utz, Co-Leiter des Instituts für Innovation, Design und Engineering (IDEE) der OST Ostschweizer Fachhochschule. Sie ist die Umsetzungspartnerin des Inno-Netzwerks St.Gallen. Das Ziel: KMU können wertvolle Kontakte knüpfen und mit anderen KMU branchenübergreifend querdenken und so Chancen entdecken, Herausforderungen gemeinsam meistern und am Ende Innovationen zum Leben erwecken. Das IDEE schafft die Rahmenbedingungen, dass sich die Unternehmen auf ihre Innovationsvorhaben konzentrieren können. Innovation springt schneller über, wenn Forschung und Unternehmen Tür an Tür arbeiten, sind die Verantwortlichen des Inno-Netzwerks St.Gallen überzeugt.

Welche Unternehmen können hier mitmachen und profitieren? «Eingeladen sind alle, die Neugier, Ideen, Erfahrungen und Lust auf Zusammenarbeit mitbringen. Mit dem neuen Format wollen wir gemeinsam über den Tellerrand schauen und konkrete Lösungen für reale Herausforderungen aus ihrem Unternehmensalltag erarbeiten», erläutert Simon Schlegel, «Projektleiter Innovation» des Kantons.
Die Kraft des Netzwerks: Drei Aufgaben, drei Chancen
Drei St.Galler Vorzeigeunternehmen haben ihre aktuellen Knacknüsse bereits definiert und suchen über das Inno-Netzwerk St.Gallen jetzt Mitstreiter für konkrete gemeinsame Herausforderungen:
Jetzt mitwirken: Netzwerkpartner gesucht
Die Ausschreibung für Netzwerkpartner ist in diesen Tagen gestartet. Pro Pionierunternehmen werden drei bis fünf KMU gesucht, die gerne aktiv mitwirken wollen, um voneinander zu lernen und die St.Galler Wirtschaft gemeinsam agiler zu machen.
Interessiert? Unternehmen können sich ab sofort bis Mitte März bewerben.
Infos: Details zu den Herausforderungen und zur Teilnahme finden Sie unter innonetzwerk.sg.ch.
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* Die SFS Group mit Sitz in Heerbrugg erzielte im Geschäftsjahr 2025 trotz eines schwierigen Marktumfelds einen Umsatz von 3 Milliarden Franken und ein leichtes Wachstum. * Die Marge aus dem betrieblichen Geschäft verbesserte sich auf 12,2 Prozent. * Die betrieblichen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) konnten gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent reduziert werden.

* Während der Frauenanteil in Verwaltungsräten grosser Firmen in der Schweiz im Schnitt die gesetzliche Vorgabe einhält, sieht das bei einigen Ostschweizer Unternehmen anders aus. * Als Beispiele werden die SFS Group und die Thurgauer KB genannt. * Bei SFS ist man divers unterwegs und arbeitet daran; bei der TKB liegt das am männlichen Ersatz nach einem Rücktritt, dessen Personalie der Kanton bestimmt hatte.