* Der Chef des St.Galler Textilunternehmens Filtex wurde vom Vorstand des Wirtschafts-Dachverbands Economiesuisse als Präsident ab Herbst vorgeschlagen. * Silvan Wildhaber ist zwar in Zürich geboren und wohnt auch dort, hat aber einige Jahre in St.Gallen gelebt und ist seit rund 15 Jahren CEO des Familienunternehmens Filtex in St.Gallen. * Er ist als Mitglied der FDP politisch aktiv und setzt sich für Nachhaltigkeit und eine sinnvolle Infrastruktur ein.

Wie am Freitag bekannt wurde, hat der Vorstandsausschuss von Economiesuisse, der Dachverband der Schweizer Wirtschaft, am Donnerstag dem Vorstand einstimmig die Wahl von Silvan Wildhaber (48) zum neuen Präsidenten vorgeschlagen. Die Wahl erfolge dann an der Vorstandssitzung im März. Der Amtsantritt des neuen Präsidenten ist für Mitte September anlässlich des «Tags der Wirtschaft» geplant.
Mit Silvan Wildhaber wird ein Unternehmer der jüngeren Generation und Vertreter der KMU die Verbandsspitze übernehmen; sein Vorgänger Christian Mäder ist 66 Jahre alt und wird beim geplanten Amtsantritt Wildhabers 67 Jahre alt sein. Der St.Galler Unternehmer Wildhaber gehört seit 2014 dem Vorstand von Economiesuisse als Vertreter von Swiss Textiles und seit 2021 dem Vorstand des Schweizerischen Arbeitgeberverbands an.
Seit 2012 ist er CEO des St.Galler Textilgrosshändlers Filtex AG und Verwaltungsratspräsident der Muttergesellschaft Emil Anderegg AG. Das 1919 von den Vorgänger-Generationen gegründete Familienunternehmen Filtex mit rund hundert Angestellten inklusive etwa 10 Lernenden exportiert weltweit exklusive Textilien und Stickereien. Wildhaber ist zudem Stiftungsratsmitglied der Stiftung Textilmuseum und, seit 2013, Mitglied im Board of Directors von Euratex, dem Europäischen Textilverband.

Schul- und Studienjahre in der Ostschweiz
Silvan Wildhaber studierte nach 1997 bestandener Wirtschaftsmatura an der Kantonsschule am Burggraben in St.Gallen an der HSG Betriebswirtschaft und schloss dort 2003 mit der Vertiefung Wirtschaftsprüfung und -beratung als lic.oec.HSG ab. Er engagierte sich auch in der Studentenverbindung Alt-Zofingia. Er arbeitete vor seinem Eintritt in das Familien-KMU im Jahr 2006 bei der damaligen Credit Suisse in der Vermögensverwaltung. Wildhaber wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern in der Stadt Zürich, wo er auch geboren wurde.
Politisch für die Zürcher FDP unterwegs
Nach seiner Nominierung sagte Wildhaber, er wolle sich für die politischen Anliegen der Schweizer Unternehmen und deren Beschäftigten einsetzen. Wildhaber ist politisch für die FDP aktiv und kandidiert am 8. März für einen Sitz im Zürcher Gemeinderat; bereits 2023 war er aktiv und kandidierte für den Nationalrat. «Politik ist die Kunst, Probleme zu lösen, ohne neue grössere zu schaffen», schreibt er auf seiner Website über sein Motto und die Hauptmotivation für seine politischen Aktivitäten. «Unternehmertum mit Weitsicht, Bildung mit Kopf, Herz und Hand, eine vernetzte Schweiz sowie unsere Sozialwerke liegen mir persönlich besonders am Herzen», erklärt er dort. Er pocht dabei auch auf einen konsequenten Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Er setzt sich auch für nachhaltiges Unternehmertum ein. Er sagt dazu: «Dass die Wirtschaft den Weg zur Reduktion der CO₂-Emissionen beschreiten muss, ist für mich selbstverständlich – und zwar unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technologischer Realitäten. Dieser Überzeugung trage ich auch in meinem eigenen Unternehmen Rechnung: Wo immer möglich, haben wir Solarpanels und Wärmepumpen installiert oder geplant.» Generell beklagt er, beispielsweise im Wohnungsbau und im Bildungswesen, zu hohe bürokratisch bedingte Aufwände. Sein Motto ist passend für alle seine Engagements: «Ich geb’ Stoff für die Schweiz.»


* Das Uzwiler Technologieunternehmen Bühler hat 2025 weniger umgesetzt und auch weniger Aufträge erhalten. * Dabei spielte der starke Franken eine wesentliche Rolle. * Die Profitabilität wurde hingegen leicht gesteigert.

* Zölle, Inflation, KI und hohe Bewertungen: Der Raiffeisen-Chief Investment Officer Matthias Geissbühler ordnete die Lage an einem Anlass der Raiffeisenbank Rapperswil-Jona ein. * Geissbühler plädiert für Geduld, Qualität und breite Diversifikation. * Sein Fazit: 2026 wird ein Jahr der Bewährung – für Notenbanken, Märkte und Anleger.

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