* Gut ausgebaute Forschungsmöglichkeiten sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und Standortvorteil. * Das Beispiel des St.Galler Startups matriq zeigt, wie aus einer innovativen Idee im Reinraum am Campus Buchs, dem heutigen Sensor Innovation Hub, ein Unternehmen mit internationaler Ausrichtung entstehen kann. * Der Sensor Innovation Hub stärkt so den Wissens- und Technologietransfer in der Region.
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Ob Medizinprodukt, technisches Bauteil oder Konsumgut: Unzählige Produkte bestehen heute aus Kunststoff. Und gerade bei hochwertigen oder sicherheitskritischen Anwendungen ist es entscheidend, dass die einzelnen Teile eindeutig identifiziert und über ihren Herstellungsprozess hinweg rückverfolgt werden können. Dafür hat das St.Galler Startup matriq eine Technologie entwickelt. Sie versieht Kunststoffteile bereits während der Herstellung mit einer individuellen, fälschungssicheren, Schuss-zu-Schuss wechselnden Markierung in Form eines 2D-Codes (Data Matrix).
Den Grundstein dafür legte matriq im Reinraum am Campus Buchs. Dort entwickelte das 2019 gegründete Spin-off der damaligen Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs (NTB), heute Teil der OST – Ostschweizer Fachhochschule, seine Idee weiter.

Gegründet wurde matriq von vier langjährigen Forschern der NTB, darunter Dr. André Bernard, heute CEO des Unternehmens, sowie Klaus Dietrich (CEO) und Cornelia Nef (COO). Mittlerweile hat die matriq AG ihren Sitz im Switzerland Innovation Park Ost in der Stadt St.Gallen und beliefert Kundinnen und Kunden weltweit mit ihren Codier- und Markierlösungen für Kunststoffprodukte.
Startups und etablierte Unternehmen profitieren
Die Entwicklung des Startups steht exemplarisch für die Rolle, die der Reinraum am Campus Buchs für den Innovationsstandort Ostschweiz spielt. Er bietet Unternehmen Zugang zu einer spezialisierten Infrastruktur, die sie selbst kaum aufbauen können, weil die technischen Anforderungen komplex sind und der Betrieb aufwendig ist. Temperatur, Druck, Luftfeuchtigkeit und Luftreinheit lassen sich dort präzise regulieren, was eine Voraussetzung für die Entwicklung hochsensibler Technologien ist.
Der Reinraum ist der einzige seiner Art in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein, der der gesamten Industrie offensteht. Sowohl Startups als auch etablierte Unternehmen entwickeln dort Technologien für den Weltmarkt: von Komponenten für Smartphone-Kameras bis hin zu Autosensoren. Solche Forschungsmöglichkeiten sind wichtig, damit Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen können.
Das Stimmvolk sagte ja
Diese Bedeutung hat auch die St.Galler Stimmbevölkerung anerkannt. Im November 2025 sagte sie deutlich Ja zur Erweiterung und Erneuerung des Reinraums am Campus Buchs. Anfang 2026 wurde die Anlage modernisiert und zum Sensor Innovation Hub erweitert. Die offizielle Eröffnung fand diesen Sommer statt. Unter den Gästen und Rednern war auch Dr. André Bernard, der mit matriq zu den ersten Nutzern des Reinraums gehörte.
Standortvorteil für die Ostschweiz
Die Geschichte und der Erfolg des Unternehmens zeigen, dass Innovation dort entsteht, wo Forschung und Unternehmertum zusammenkommen. Der Sensor Innovation Hub schafft genau diese Verbindung. Er ermöglicht Forschenden, Ideen unter realen Bedingungen weiterzuentwickeln, und bietet Startups den Zugang zu einer Infrastruktur, die sonst nur grossen Industriekonzernen offensteht.
Damit stärkt der Sensor Innovation Hub den Wissens- und Technologietransfer in der Region und trägt dazu bei, dass innovative Unternehmen in der Ostschweiz entstehen und wachsen können. «Ein Startup zu gründen, bedeutet konstante Bewegung, Veränderung und Anpassung», sagt Dr. André Bernard, CEO der matriq AG. «Die erstklassige Forschungsinfrastruktur in St. Gallen war entscheidend, um unsere Technologie zur Marktreife zu entwickeln.»


* Die Treibstoffpreise auch an den Ostschweizer Tankstellen kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. * Unter anderem wegen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten steigen sie auf Rekordniveau. * Das trifft aber nicht nur die Tankstellen – auch Heizöl wird deutlich teurer.

* Der italienische Güterverkehrsbetreiber FS Logistix hat bei Stadler acht Lokomotiven des Typs Eurolight Dual für sein Unternehmen Mercitalia Shunting & Terminal bestellt. * Mit der Lokomotive kann Mercitalia ihre Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit im gesamten nationalen Netz verbessern. * Den Fahrzeugtyp hat Stadler speziell für Italien entwickelt.

* 18 Geschichten aus dem Berufsbildungsalltag, drei nominierte Lehrbetriebe und eine Entscheidung durch das Publikum: In Appenzell Ausserrhoden geht der Titel «Lehrbetrieb des Jahres» in die vierte Runde. * Nominiert sind die D. Meier Umgebungsarbeiten GmbH aus Wienacht-Tobel sowie die Huber Mode AG und die Metrohm AG aus Herisau. * Am 25. November entscheidet das Publikum an der Plattform Berufsbildung, wer den Titel 2026 gewinnt.